22. Februar 2014

Buch: Zahnarztlügen

Eigentlich sollte man ja mit der Zahnpflege alles richtig machen, wenn man die Anweisungen seines Zahnarztes befolgt: Zwei mal täglich putzen, Zahnseide verwenden, und zur jährlichen Kontrolle erscheinen. Obwohl ich mich schon fast mein Leben lang an diese Vorgaben halte, habe ich schon immer Probleme mit Karies.

Es überraschte mich, als mir jemand erzählte, fluoridfreie Zahnpasten zu verwenden und Xylit-Pastillen zu lutschen, um die Zähne zu pflegen. Ich sprang auf das Thema "alternative Zahnpflege" an und besorgte mir dieses Buch von Dorothea Brandt und Lars Hendrickson: "Zahnarztlügen - Wie Sie Ihr Zahnarzt krank behandelt".


Denn, wie die Autoren uns gleich wissen lassen, hat die moderne Zahnmedizin es noch immer nicht geschafft, uns eine wirksame Prophylaxe zu bieten. Die Statistik weiß: 97% der deutschen Bevölkerung leidet an Karies.

Worum geht es?


Den Zahnärzten wird unterstellt, uns eine wirksame Vorsorge absichtlich vorzuenthalten und lediglich flickend und füllend einzugreifen, aus finanziellen Gründen. Damit nicht genug, informieren die Autoren darüber, dass der Körper Karies selbst vollständig heilen kann!

Wie denn das?


Voraussetzung dafür wäre es demnach, dem betroffenen Zahn so lange wie möglich die Kariesbakterien vom Leib zu halten, damit durch den Speichel wieder Mineralien in den Schmelz eingelagert werden können. Möglich soll dies vor allem das Spülen mit chlorhexidinhaltiger Mundspülung machen, welche nur in Apotheken erhältlich ist. Zusätzlich sollte auf eine zuckerarme Ernährung Wert gelegt, und Haushaltszucker durch Xylit ersetzt werden. Das Zusammenspiel von Bakterien und Zucker (auch Stärke, wie z.B. Mehl) muss unterbrochen werden. Ergänzend sind hochkonzentrierte Chlorhexidingels und Fluoridlacke empfohlen.

Chlorhexidin


Mundspülungen mit Chlorhexidin sind gar nicht so einfach zu bekommen, noch dazu gibt es Formeln welche die Zähne schon bald stark verfärben können. Nach Recherchen kam ich zum Produkt Curasept.

Xylit


Bei Xylit oder Birkenzucker handelt es sich um eine Zuckerart, welche Kariesbakterien nicht verarbeiten können. Die Bakterien sterben sogar in Folge, weshalb Xylit nach Mahlzeiten in der Mundhöhle angewendet werden soll. Es ist in manchen Drogerien oder Apotheken erhältlich. Man kann ganz einfach Zuckerl bzw. Pastillen daraus herstellen, welche man nach jeder (zuckerhältigen) Mahlzeit lutschen kann.

Fluorid


Über Fluorid ist man sich nicht ganz einig, ob es nun giftig auf den Körper wirkt, oder die Wunderwaffe für gesunde Zähne sein soll. Letzteres kann man wohl verwerfen, wenn man daran denkt dass Jahrzehnte von fluoridhaltiger Zahnpasta kariöse Zähne nicht verhindern konnten.

Wie war das Buch sonst:


Zum Buch möchte ich noch sagen, dass es bestimmt sehr wertvolle Informationen zur Zahngesundheit enthält, die Texte allerdings in einem sehr kritischen und reißerischen Ton verfasst sind und kein gutes Haar an der Zahnärzteschaft lässt. Auch Informationen zu Paradontose kann man hier nachlesen. Ich tat mich leider sehr schwer, mit dem Lesen voran zu kommen, und übersprang zum Schluss die Schimpftiraden.

Warnung!


Ich möchte euch auch noch darauf hinweisen, dass ich lediglich die Informationen des Buches hier verkürzt wieder gebe, und keine Verantwortung für eure Gesundheit übernehmen möchte. Bitte betrachtet die Informationen aus diesem Beitrag kritisch. Wer sich informieren will, soll dieses Buch lesen oder ein Gespräch mit seinem Arzt oder Zahnarzt führen.

Meine persönliche Interpretation der Empfehlungen aus dem Buch möchte ich euch in einem eigenen Beitrag zeigen.

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