5. Juni 2015

Archetypen: Konzept C – Filmrollen und Essence

Schon mal im Zug gesessen und gedanklich Filmrollen vergeben?

Es hat ja einen Grund, warum Cate Blanchett die Elbenkönigin spielt, Amanda Seyfried die unschuldige romantische Süße in Mamma Mia, Rooney Mara den toughen Nerd mit grausamer Vergangenheit, Christina Hendricks die sexy Verführerin, Tilda Swinton einen Vampir.

Weil sie so ausschauen. Weil sie optisch die Rolle glaubwürdig spielen können. Müssten sie eine komplett gegensätzliche Rolle spielen (Tilda Swinton in einer leichten romantischen Komödie die naive süße Titelheldin), müsste man vermutlich viel Erklärskript dazuschreiben, sofern man überhaupt auf die Idee käme. (Allerdings werden im Kino aus verschiedensten Gründen nicht immer die Rollen an die optisch glaubwürdigsten Personen vergeben und sowohl Schauspieler als auch Publikum wollen ja auch mal eine geistige Herausforderung. Und das ist gut so.)

Es ist dabei vollkommen egal, wie man innerlich, charakterlich ist. Marilyn Monroe hat süß-sexy ausgesehen, also hat man sie auch so vermarktet. In Wirklichkeit war sie schüchtern, introvertiert und leicht autistisch. Die Archetypen sind wirklich ganz allein „Hardware“. Was nicht heißt, dass man sie nicht dem eigenen Charakter und Geschmack (die „Software“) gemäß umsetzen kann. Auch die Filmrollen sind zum Lernen des Prinzips erst mal sehr stereotyp.

Essences sind abstrakter und intuitiver als Linien, aber gleichzeitig trotzdem greifbarer – weil man im Alltag schon oft auf Essences geachtet hat. Vielleicht sogar unbewusst den Charakter einer Person davon abgeleitet (ist nicht super, aber zu einem gewissen Grad leider nicht vermeidbar). Es gibt einfach Menschen, die schauen tough, und welche, die schauen nett aus. Oder niedlich, sexy oder locker. Ganz egal, wie sie wirklich sind.

Spiel doch mal Casting: Caste deine Freunde, Familie, Leute in der Ubahn und lass dich casten. Welche Rollen würdest du oder andere optisch mit Bravour meistern? Hast du vielleicht sogar schon selbst Theater gespielt – welche Rollen hast du da meist bekommen?

Wenn dir keine treffenden Bezeichnungen einfallen, mit welchen Adjektiven würdest du die Rolle beschreiben? Mal dir aus, wie das Kostüm aussehen würde. Und wie wäre das Bühnenbild gestaltet? In welches Setting würde man dich packen? Futuristisch, historisch (welche Epoche?), urban, ländlich, luxuriös, einfach, realistisch, fantasy...

Die Film- oder Theaterrolle, die man bekommen würde, kann man auch Essence nennen. 

Filmrollen-Beispiele, recht wahllos durcheinandergewürfelt und bei Weitem nicht vollständig

Wie würdest du die Filmrollen im Bild beschreiben? Kennst du Leute, die glaubwürdig reinschlüpfen könnten? Natürlich ist das Bild bei Weitem nicht vollständig oder archetypenmäßig ausgewogen.

Wie das mit Yin und Yang zusammenhängt?
Nun, würde man Marlene Dietrich (extrem yang) mit einem schwingenden Blümchenkleid in eine romantische Komödie verfrachten? Yang-Frauen bekommen eher die toughen, traditionell maskulinen Rollen. Vampire, Cowgirls, Surfergirls, Frauen in Machtpositionen (Königinnen, Kriegerinnen, Managerinnen) etc.
Yin-Frauen dagegen eher die romantischeren, traditionell femininen Rollen: sexy Verführerinnen, romantische Träumeleins, Prinzessinnen, Unschuld vom Lande etc.
Und selbst wenn sie „typfremde“ Rollen spielen, leuchtet der Archetyp immer noch durch. Man kann durchaus Kat Dennings eine coole Göre spielen lassen, aber die Wirkung ist immer noch sexy und klassisch feminin. Man kann ihr ja nicht einfach die kurvigen Knochen abhacken oder Audrey Hepburn die großen Rehaugen verbinden oder Diane Kruger ungewöhnliche Gesichtszüge draufoperieren. (Operieren, und Personal Trainer, ist bei den Promis leider eh das Stichwort, weswegen man oft in die Irre geführt wird beim Typisieren.)

Sich selbst einschätzen ist immer sehr schwer, auch wenn man sich auf Fotos distanzierter betrachten kann. Frag also lieber andere Leute (aber erinnere sie daran, dass Filmrollen ja nix mit dem eigenen Charakter zu tun haben!).
Ich hab auch herumgefragt. Rollen waren zwar keine dabei, aber auch mit Adjektiven kann man arbeiten. Mein Aussehen wird meistens so beschrieben: lieb, niedlich, unschuldig, hinterhältig, sarkastisch, mediterran. (Ja, gleichzeitig unschuldig und hinterhältig. Da hat wohl wer Angst um seine Kekse.) Für meinen Stil kann mich das in der Art inspirieren, dass ich feminine, aber eher mädchenhaftere Schnitte (eher um die 20 statt Mitte 30) wähle und mein leicht mediterranes Kolorit mit Ethnosachen unterstreiche. Jemand, dem man eine Rolle als Surfermädchen geben würde, wirkt in lässigen Jeans und Flipflops besonders passend, oder? Wer in eine Vampirrolle gesteckt würde, hat sicher Spaß dran, einen etwas düsteren, edgy Stil zu entwickeln.
Eben das äußere Erscheinungsbild in der Hülle reproduzieren.

Filmrollen (oder Beschreibungen) sind nicht immer klar Archetypen zuzuordnen, bieten aber oft einen guten Hinweis. Sie können einem auch für das weitere Finetuning Inspiration bieten. Sie sind vor allem eine Spielerei, die einem das Auge und das Bauchgefühl schärft und helfen zu verstehen, was gemeint ist, wenn im Netz von Vibe oder Essence die Rede ist.
Sehr oft werden Archetypen mit Charaktereigenschaften versehen. Was nie wirklich dazugesagt wird, ist dass es sich dabei um Filmrollen handelt. Wie die Personen wirken, nicht wie sie wirklich sind (auch wenn es manchmal sogar zutrifft). Archetypen bleiben auf der Oberfläche, sie haben prinzipiell nichts mit deiner Persönlichkeit zu tun.

Und welche Rolle würdest du spielen? Wie wird dein Aussehen beschrieben?


Kommentare:

  1. Hm, ich werde meist als "unauffällig, graue Maus" beschrieben, was ich jetzt für die Archetypen nicht so hilfreich finde. Da fehlt dann die Option "Chamäleon mit Wandmuster" ;) Da hoffe ich ja auch mit den Archetypen raus zu kommen. Am ehesten wahrgenommen werde ich in strengen, klaren Schnitten, wobei ich mich auch in so ganz lockerem, durchsichtigen Flatterkram relativ wohl fühle, obwohl ich schlabberige Klamotten sonst gar nicht leiden kann, Taille muss sein, sonst seh ich meistens nicht aus. Dann also strenge Elben-Geschäftsfrau? (Oder, wenn man mich eh nicht sieht... Scharfschützin? ;) )

    Und sollte ich mir Gedanken machen, dass mir zu meinem Freund Mafiamensch, Rocker, Wikinger, Schlägertyp einfällt (Ich hoffe das sagt nichts über meine Männerwahlkriterien aus... ^^)?! Er ist ein total lieber, rücksichtsvoller Mensch, aber ich hab ihm auch schon gesagt "Wenn ich dich nicht kennen würde, würde ich wahrscheinlich nachts die Straßenseite wechseln". Bester Fall für Oberfläche und Charakter, würde ich sagen.^^

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    1. Bei "Mauerblümchen" läuten bei mir immer die Alarmglocken. Ich hab wie eine graue Maus gewirkt, wie ich Sommerfarben und Natural-Sachen angezogen hab - meine Antisachen, wie ich jetzt weiß. Ich hab echt das Gefühl, dass das immer das Zeichen für falsche Klamotten ist, wenn man wie ein Mauerblümchen wirkt. Das hat nix mit Schüchternheit oder so zu tun. Auch schüchterne oder stille Menschen haben keine Ausrede für einen Mauerblümchenlook. Meine Mutter ist schüchtern und introvertiert, aber sie rockt ihr Gamine-Dasein genauso cool wie Rooney Mara (wenn sie die richtigen Sachen anhat). Schau mal Interviews mit ihr auf Youtube, definitiv introvertiert und recht ruhig, aber hui die Outfits passen!
      Worin du dich wahrgenommen fühlst, ist ein wichtiger Hinweis. Es kommt aber auch immer drauf an, auf welche Weise du wahrgenommen wirst. Ich als yin-Frau werde in bestimmten Yang-Sachen auch wahrgenommen (stärker als sonst? Ich weiß es nicht), aber vielleicht nicht dafür, was ich wirklich bin. Ich wirk dann sehr hart (oder sehr kindlich-mopsig).
      Vielleicht solltest du dir Notizen machen auf deiner Reise. Ich finde das sehr lehrreich. Bei mir war es so, dass ich bei manchen Sachen echt gut auf der Spur war, bei anderen wiederum sowas von daneben - die Gründe sind dann immer das Interessante. Mein klassisches Problem ist zB immer, dass ich Sachen an anderen cool find (denen das steht!) und das dann auch haben will. Jetzt grade bin ich in einem Prozess, in dem ich immer wieder staune, wie normal ziemlich elegante Sachen an mir wirken. Ich vergess das gern. Aber schwarze Spitze ist mein zweiter Vorname.

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    2. Ja, genau, was ich sagen wollte: Wirst du selbst wahrgenommen, oder deine Klamotten? Das ist ein wichtiger Punkt und für einen selbst (aber auch das Gegenüber) nicht immer so eindeutig wahrnehmbar. Man kann ja jetzt auch nicht jeden fragen :D
      Viele Lippenstifte, die im Netz als besonders knallig und edgy gelten, wirken so ja auch nur am "falschen" Farbtyp. Ein Bright Winter wird so normal damit wirken, dass er sicher enttäuscht ist, wenn er nix von Farbtypen weiß. Bin da schon über ein paar solcher Enttäuschungen gestolpert. Armer kleiner Bright Spring, schaut in Neonorange gar nicht edgy und mutig und bold aus, sondern einfach nur normal. So ein Mist!
      Einen ähnlichen Effekt kann auch Kleidung haben. Ein Archetyp X - Pulli kann auf Körper A voll wild und edgy wirken, und Körper A auch völlig dominieren (ein Effekt der durchaus gewollt sein kann), aber auf Körper B plötzlich völlig normal wirken.
      Deswegen hilft es auch einfach nicht, wenn man Sachen die man an anderen toll findet, unreflektiert nachkauft. (Husthust, ich spreche von mir selbst.)
      Auf jeden Fall ist die Sache mit den strengen klaren Schnitten was, das du beobachten musst. Vielleicht ist es ja eine heiße Spur. Vielleicht auch nicht.

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    3. Vielleicht kannst du ja Notizen machen: Was hast du an, wenn du für ein Mauerblümchen gehalten wirst? Welche Stoffe, Schnitte, Muster, Kleidungsstücke? Welche Linien siehst du? Welche Filmrolle würde das Kleid etc. tragen?

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    4. Das Mauerblümchen-Ding hat mich durch meine Schulzeit und durchs Studium begleitet, also genau die Zeit, als ich gesucht und kräftig ausgemistet habe. Ich hab jetzt auch noch massig Farben/Schnitte im Kleiderschrank von denen ich weiß, dass sie nicht optimal sind, aber soo praktisch. Meine Woll-Überziehjacken sind alle zwar immerhin grau aber vom Stil irgendwo bei natural oder so und die sitzen wohl so doof, dass mein Freund seit jetzt zwei Jahren meckert (wenn ein Mann meckert, muss es richtig daneben sein, oder?) - graue Maus eben. Die meisten Pullis sind auch nicht besser. Aber an dem Punkt seh ich lieber doof aus als zu frieren, bis ich irgendwann mal passendes gefunden habe. Genau wie die meisten hellen Farben, damit wirke ich unscheinbar bis gut getarnt, die kauf ich jetzt einfach nicht mehr. Sommersachen sind leichter, die müssen nur gut aussehen und nicht wärmen.
      Ich bin mir langsam relativ sicher, dass Natural raus ist. Für diese romantische Komödie mit dem Mädchen von nebenan bin ich glaub ich ziemlich daneben (Wobei mit dem Intro ... Frau ist was hingefallen, sie hebt es auf und Mann fällt buchstäblich über sie .... ähm... Oo )

      http://www.videdressing.de/regenjacken-trenchcoats/mexx/p-1036857.html?gclid=CMvYx4et-8UCFY7MtAodV3AAQQ finde ich vom Schnitt zB ziemlich gut an mir, Farbe ist zumindest nicht krass falsch, ein Peplumoberteil (???) in dunkelblau mit hellen Punkten hab ich jetzt mal reduziert zum testen von was etwas femininerem versucht, find ich nicht so toll, zu mädchenhaft (*ingenue streich*). V-Ausschnitt ist generell doof, wenn er zu spitz ist, dann sieht man nur die Rippenknochen in der Mitte. U-Schnitt oder breiteres V ist besser. Unter der Brust geraffte Sachen lassen mich sofort schwanger wirken.
      Gemeinerweise finde ich mich auch in schmal geschnittenen Blusen ganz gut, aber ich mag keine Blusen^^

      Wenn du dich bei den BF (ich tippe mit deiner BH-Größe mal, dass du irgendwann gefittet wurdest) oder bei den langhaarigen outest, kann ich dir auch Fotos schicken (so lange du kein Nacktfoto brauchst ;) ), damit du tippen kannst^^ Am Ende deiner Reihe gucken wir dann, ob wir zum gleichen Ergebnis gekommen sind.

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    5. Ja, ich hab auch noch so viel zum Auftragen und erst recht wenige archetypgerechte Sachen.
      Zieh noch keine voreiligen Schlüsse. Ich hab früher mal alle Muster boykottiert, weil ich die falschen probiert hab und der Trugschluss war dann: mir stehn halt keine Muster.
      Der Trenchcoat ist irgendwas Yangiges. FN (Flamboyant Natural) oder DC (Dramatic Classic) vielleicht. Vielleicht sogar überhaupt D (Dramatic). Was in dem Dunstkreis. Sagt dir jetzt noch nix, aber bald.
      Oh, es gibt immer einiges, was einem steht, aber nicht gefällt ;) Und umgekehrt, was einem gefällt, aber nicht steht. Der Spielraum ist trotzdem groß und es sind wichtige Hinweise.
      Im BF und LHN bin ich schon lang nicht mehr aktiv. Nutz doch einfach die Kontaktfunktion oben ;) Ich kann nur nicht versprechen, dass ich jetzt schon viel Zeit für großartige Individualhilfe hab, ich steck grad voll mitten im Uniabschlussstress.

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    6. Ich kontaktier dich gleich mal :)
      Lass dir Zeit, ich bin seit Jahren mit Farben und Schnitten zugange, es kommt weder auf Wochen noch Monate an. Da ich grade den Uniabschluss hinter mir habe und mitten in der Finanzeiszeit der Jobsuche stecke, werd ich eh kaum was neues kaufen in nächster Zeit. (Gute Nerven übrigens, Uniabschluss ist Stress pur, man endet als Zombie ... bestenfalls und viel Glück/Erfolg für alles danach)
      Immerhin hab ich jetzt Zeit, um mich mit so Modezeug auseinander zu setzen, mich durch meinen Kleiderschrank zu wühlen und (doofe^^) Fotos von mir zu machen.

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    7. Nachtrag...
      Konstruktive Kritik: der Senden-Button des Kontaktformulars reagiert entweder nicht oder hat das jetzt 20x rausgeschickt

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    8. Maaaaaa, das ist aber am Anfang gangen! Nein, angekommen is nix und bei mir funzts auch ned.
      Hab gschwind eine Emailadresse eingerichtet. Steht überm Kontaktformular.

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  2. Das finde ich sehr interessant und gar nicht so leicht. Die klassischen Filmrollen sind mir auch schon oft aufgefallen und ich merke, dass ich da intuitiv auch in meinem Umfeld sehr viel einordne. Bei mir selbst ist das aber total schwer.
    Freunde sagen sehr oft zu mir, dass ich sehr unschuldig und süß wirke. Eine Klassenkameradin nannte mich früher immer Bambi, weil ich "so große braune Augen" hätte. Ich bin insgesamt sehr schmal und wirke dadurch vermutlich "zerbrechlich", habe keine ausgeprägten weiblichen Kurven und trage auch am liebsten romantisch-elegante Kleidung. Ich würde mich selbst auch am ehesten in die traditionell femininen Rollen einordnen.
    Ich habe allerdings drei Jahre Theater gespielt und da immer ganz andere Rollen gehabt. Im ersten Jahr war ich die flirtende Geschäftsfrau im kurzen Rock, im zweiten die toughe Ehefrau des römischen Kaisers, im dritten (beim Musical) eine tanzende Sklavin in Prinzessin-Leia-Outfit. Ich habe mich in den ersten beiden Jahren ziemlich unwohl in meinen Rollen gefühlt, da sie überhaupt nicht zu mir zu passen schienen (im dritten dann fand ich es ganz cool), habe aber nur positives Feedback (sogar im Sinne von: "Im echten Leben ist die bestimmt auch so eine Schl****.") bekommen - anscheinend habe ich meine Art, schon im Alltag immer viel tougher zu tun als ich bin, um eben nicht so verletzlich zu wirken/sein und meine Unsicherheit zu überspielen, auch im Theater so umgesetzt und wirkte dann auf Menschen, die mich gar nicht kennen, eben selbstbewusst und stark, während Freunde mich ganz anders einschätzen.
    Da scheint mir neben dem Archetyp "Bambi" die Art, wie man sich gibt, eine sehr große Rolle zu spielen, weshalb ich das bei mir ganz schwer einschätzen kann.

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    1. Das find ich spannend! Weil ich glaub, obwohl wir beide oft als unschuldiges Reh bezeichnet werden offenbar, sind wir trotzdem (leicht) unterschiedliche Typen glaub ich. Jedenfalls was ich da auf deinem Profilfoto seh. Oder vielleicht sogar auch nicht?
      Übrigens, ich weiß nicht ob ich das schon wo geschrieben hab, oder noch schreib, aber mit Kurven ist immer nur die Silhouette von vorne gemeint (also das Verhältnis von Taille zu Hüfte und ein bisschen auch eine gerundete Form der Hüfte), nie der Körperfettanteil und damit auch nicht, ob man große Brüste hat oder nicht. Ich bin ziemlich kurvig, aber ich trage 28DD/E (= ca. 70B).

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    2. Oh, da wär ich ja jetzt mal neugierig, wie du aussiehst bzw was für ein Typ du bist! :) Das Profilbild ist natürlich gestellt, das ist vom Abiball, aber wenn ich es ansehe, erkenne ich mich darin sehr wieder, das sanfte, nachdenkliche, abgewandte vom Betrachter - nicht das aus sich herauskommende, zugängliche Mädchen, das ich unbewusst oft spiele und mich dann frage, wieso andere mich für selbstbewusst halten!^^
      Aber das mit den Kurven ist sehr gut zu wissen, die Taille ist so ziemlich das einzig Kurvige an mir - von vorn wirke ich auch viel eher noch "kurvig" als von der Seite, ich hab auch irgendwann mal was gehört, wie man das Verhältnis von Taille zu Hüfte berechnen kann und welcher Wert da als "optimal" (aus der Sicht westlicher Schönheitsideale) gilt, hab aber vergessen, wie das war. Allerdings hört man dann auch so etwas wie dass lange schlanke Arme genauso attraktiv wirkten wie lange schlanke Beine... man ist nie so ganz sicher, was davon man glauben kann :D

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    3. Meine Erfahrung und Theorie ist ja: Schön und attraktiv ist, was authentisch ist. ;) Ob das jetzt kurze oder lange Beine sind und welche Zahlen unsere Taille beschreiben würden, who cares?
      Wir können ja im Laufe der Archetpyenreihe Fotos austauschen ^^ (Ooooooooh mein Gott wie gern hätt ich jetzt den einen Forensmily, der mit den Augenbrauen wackelt!!!) und vergleichen

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  3. Sehr spannend aber schwierig. Da muss man sich selber sehr gut kennen und wissen wie man auf andere wirkt, um sich selber einzustufen. Ich denke mir oft mit meinen Rundungen wirke ich nicht sehr unschuldig und mädchenhaft. Da kann ich optisch vom Körperbau (ohne Mimik) schon sehr sexy und verführerisch wirken - aber für eine kaltblütige Vamp bin ich zu sanft und introvertiert ^^ Ich muss mal meine Freunde fragen, für welche Rolle sie mich vorsprechen lassen würden.

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    1. Es ist enorm schwierig und erst der Anfang eines langen Gedankenprozesses. Ich weiß, dass meine Konzeptpostings sehr viele Fragen aufwerfen. Archetypen sind kein Konzept, mit dem man sich zwei Stunden lang am Sonntagnachmittag mit einem Maßband hinsetzt und dann alles weiß, wie es die Obsttypen sind.
      Deine Persönlickeit ist prinzipiell für deinen Archetypen irrelevant. Natürlich setzt du die Empfehlungsliste dann so um, wie es dir gefällt und wie es zu dir passt. Aber dein Archetyp ist dein Archetyp, egal ob du extro, intro, fröhlich oder ernst bist.
      Ja, frag mal herum. Ich hätt mich selbst ja auch nie einschätzen können. Wenn ich jetzt von mir selber sag, ich schau niedlich aus, dann ist das Kapitulation vor allem, was andere immer über mich sagen ;) Kannst du dich noch an unser Engerl/Teuferl-Foto vom Linztreffen erinnern? Haha! Voll böse bin ich. JAWOLL! :D

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    2. Ahja, das übernächste Posting wird dann eh schon die Vorstellung vom ersten System und gleich viel konkreter. Und das zweite System das ich gleich danach vorstell, wird NOCH konkreter. Das wird schon.
      Ich hab aber selber ein Jahr herumgegurkt bis ich mir sicher war. Sowas dauert. Aber belohnt ganz ungemein find ich

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    3. Ich sag dir dann auch noch meine Einschätzung, wie du wirkst, aber zuerst frag mal die anderen

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    4. Daß mit den Filmrollen ist bei selbst z.T. sehr widersprüchlich. Viele bezeichnen meine Austrahlung als königlich, ernsthaft, würdevoll, also eher als Dramatic. Aber andere Leute sagen ich würde wie eine Kindergärtnerin oder Arzthelferin wirken, weil meine Austrahlung gütig und mädchenhaft sei. Und wieder andere Leute sehen mich als Typ strenge Sekretärin. Kurzum, je mehr ich frage, desto mehr unterschiedliche Antworten kommen. Von meinen Gesichtszügen bin ich recht Dramatic, aber mit modernem eckigen Schmuck kann ich gar nichts anfangen, den find ich einfach nicht schön. Und farblich bin ich ein gedeckter Sommer, da ist nichts mit dramatischen Kontrasten. Tja, ist schwierig das ganze. Mir wäre es echt lieb, wenn den Dramatic auch lange ovale Formen tragen könnte. Mal ne Frage: Was trägt eine Dramatic, wenn sie einen recht großen Busen hat? Könnten dann die Dramatic-Linien figurgerecht etwas modifiziert werden?

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    5. Wenn du zu viele Kurven für reines D hast, hast du schon mal SD in Erwägung gezogen? Reine Dramatics gibt es natürlich in allen Körperfettanteilen, aber was ich da zwischen den Zeilen les, könnte vielleicht auf SD hindeuten. SD hat viele lange, leicht gerundete (ovale?) Formen.
      Kontraste in den Recs beziehen sich IMMER auf deine eigene Palette. Kontraste INNERHALB deiner Palette. Was sind die hellsten und dünkelsten Farben vom Soft Summer? (Meinst du den mit gedeckter Sommer?)
      Was ich letztens gelernt hab: Wenn der Kopf und der Körper irgendwie verschiedenen Archetypen anzugehören scheinen, der Kopf zB ziemlich Dramatic ist, aber der Körper sehr kurvig, könnte es auch sein, dass du eine von den Gamines bist. Gamines sind wilde Mischungen und oft scheinen deswegen eben auch Kopf und Körper nicht zusammenzupassen (mit den SG oder FG-Sachen ergibt dieser Körper dann aber Sinn). Auch die widersprüchlichen Filmrollen könnten vielleicht auf eine Gamine hindeuten.
      Schau dir also auch mal SD, FG und vielleicht SG an.
      Moderner eckiger Schmuck ist nur die Klischeeausführung. Beim Austesten wirst du dir leichter tun, wenn du nach den typischsten Sachen gehst (du musst sie ja nicht kaufen ;) ) und dann wenn du weißt wo du zuhause bist, kannst du individualisieren. Kreativ werden mit den Recs.
      Ich bin jetzt doch SG (TR, der nahe Nachbartyp, ist doch falsch) und ich krieg bei den meisten SG-Boards die Krise. Lauter kindischer Kitschscheiß. Damit schau ich noch mehr aus wie ein kleines Kind. Deswegen vertrau nicht zu sehr den pinterest-Boards. Das ist meistens Klischeekack. Der muss auch noch nicht mal bei der Verifizierung helfen. Ich hab SG deswegen beiseitegeschoben und mich für TR gehalten, weil das kindische Ingenue-Zeug von pinterest so dämlich an mir gewirkt hat. Recs, Recs, Recs ;)

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    6. WIchtiger Unterschied zwischen FG und SG: Brauchst du Taillenbetonung? Schauen boxy Sachen irgendwie unförmig sackartig an dir aus? Dann bist du SG. FGs brauchen keine Taillenbetonung. Ähnlich ist es auch bei D vs. SD. D braucht keine Taillenbetonung, SD eher schon, so eine leichte. Unterschied zwischen Dramatics und Gamines: Dramatics wirken super in laaaangen Kleidern, bodenlang. Gamines dagegen wirken darin seltsam, die packen diese Länge nicht.
      Außerdem gibt es so einge gewisse Größengrenze. Es gibt durchaus FGs, die 170 oder vielleicht sogar 175 sind (wie Twiggy). aber das sind eher Ausreißer glaub ich. Viele FGs sind ein bisschen wie zu heiß gewaschene Ds. Die Dramatics leben von der Optik, die ihre tatsächliche Länge hergibt, die sind wirklich grooooß. Modelgröße. Viele Plus-Size-Models sind SD (Sophie Dahl zB).
      Vielleicht hilft dir das zur Orientierung.

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    7. Ich weiß nämlich nimmer, wer du bist, weil so viele anonym kommentieren ;) Ob ich dir gesagt hab, könntest D sein, oder ob der Test das gemeint hat, oder ob du selbst dich irgendwie D zugehörig fühlst.

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    8. Danke für deine Antworten! Ein Gamin bin ich nicht, bin eher größer (170 cm) und habe optisch eine lange Linie, hab auch nicht die Gamin-Ausstrahlung. Ich brauche Taillenbetonung, da zwischen Taille und Brustumfang ein ziemlich großer Unterschied besteht, ohne würde ich dicklich und unförmig wirken. Ich hab ein längliches schmales Gesicht mit stumpfen Ecken, schrägstehende Madelaugen, eine lange Nasenform und eine optisch lange Linie, das wären meine dramatischen Anteile. Meine Schultern sind leicht breit und grade, stumpfkantig. Mir steht gut Schmuck in mittlerer Größe, zu groß oder klein geht nicht bei mir. In SD Aufmachung sehe ich nicht so gut aus, weil viel Schminke, Big Hair und großer Schmuck sehr überladen an mir aussehen. Ich war mal bei einer Casting-Agentur, da meinte die Dame, sie könne sich mich als Sekretärin, Lehrerin, Arzthelferin, Bankangestellte oder Arzt-Ehefrau vorstellen. Klingt eigentlich eher nach so klassisch-traditionellen Frauenrollen, oder? Also weder nach Drama noch nach Glamour und was Ungewöhnlichem (Gamin).

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  4. Ich sehe mich immer an einem Bahnhof stehen, im Trench mit Hut, Strumphose und Lederschuhen, warte auf jemanden, das aber sehr würdevoll. Wahrscheinlich irgendein recht langatmiger Klassikerfilm, so 70 Jahre alt. ^^

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    1. Das ist ja mal was sehr Konkretes! Ist es aber wie du ausschaust, oder ist es dein Geschmack, dein Charakter? Würdest du für diese Rolle allein vom Aussehen her gecastet werden oder fällts doch eher in die Software?

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    2. Ich denke, dass mein Aussehen dafür entscheidend wäre. Ich wirke immer recht ernst und 'erhaben',:manchmal auch arrogant, auch wenn ich an letzterem gearbeitet habe. Meine Software passt allerdings auch dazu, auch wenn ich seeehr alberne, kindische Seiten habe, die der Außenwelt jedoch meist erspart bleiben :D

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  5. Super interessanter Beitrag! Mir ist das bisher am deutlichsten bei Helena Bonham Carter aufgefallen. Sie spielt ja immer so schaurig-düstere Rollen von Sweeny Todd bis Harry Potter, die dazu noch oft eher in der Vergangenheit spielen.
    An mir selbst tu ich mich aber sehr schwer...

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  6. Oh Mann, wie spannend! Ich hoffe du machst bald weiter mit der Kleiderschrankserie. Ich fresse mich heir grad richtig fest. Toll! Und ich muss immer so schmunzeln über deine Schreibe, ehrrlich!
    Zu mir sagt man immer, ich hätte etwas elfenhaftes. Was mich lagne sehr verwirrt hat, weil ich mich selbst als wesentlich härter und eckiger empfinde. Vielleicht eher Galadriel-Elbin als zwartes Waldelfchen. Mit ein bisschen mehr Bums dahinter. :D
    Ansonsten, nur so als Anregung: ich mache schon seit Eeeewigkeiten mir einen Spaß darauf Menschen Farben und Tiere zuzuoprdnen. Tiere sind nicht imemr ganz schmeichelhaft, deswegen teile ichd as dann eher mit sehr guten Freunden und typisiere da nicht munter drauf los.- Wer will schön hören, dass er eindeutig ein Wombat ist? Oder gar eine Ratte? Ichc bin angeblich ein reh und mein Mann der eindeutigste Golden Retriever /Labrador ever. :D
    Und bei den Farben wechselt es dann oft, nach ein paar Jahren, wenn die Menschen sich weiter entwickeln. Da geht es mir oft um Moods. Ich ordne immer zwei Farben zu. Und eine davon ist meistens im Zusammenhang mit der Haarfarbe. Wobei meine Farben lange dunkelgrün und violett waren. Aktuell, dreimal darfst du raten, sind es Petrol und Gold.
    Aber vielleicht hast du an dem Spielchen ja auch Spaß. Es ist blankes Assoziieren. Ich habe z.B. einen Freund, der ist leuchtend Azurblau und Maisgelb. Obwohl er solche Farben gar nicht trägt. Vom Farbtyp her dürfte er ein True Summer sein, kleidet sich aber meist Soft Autumn oder True Winter (irgs...). Extrovertierte, laute Menschen bekommen bei mir dann auch lautere Farben ab. Du bist übrigens für mich Dunkeldunkelviolett und sattes Tannengrün bis Russischgrün. Witzigerweise also recht ähnlich zu den Farben, die ich mir selbst lange Zeit zugeordent habe. Aber dunkler.

    Und ich Dummbasel hab hier überall vergessen die Emailbenachrichtigung zu aktivieren, bei meinen Kommentaren.
    Na, ich gucke die Tage einfach wieder rein. :)

    So, ich muss jetzt noch aufräumen gehen.
    Und meinen zalando-Wunschzettel bearbeiten. Alles voller Soft Autumn. Aber einem dunkleren Soft Autumn irgendwie. Jaja. Wie ward as mit dem Minimalismus? Naja, wer Platz schafft hat welchen für Neues, gell?

    Bis bald,
    Heike

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    1. Ich selbst empfinde mich übrigens mehr als Pferd... Ein Warmblüter. Braun. :D Die Reh-Meinung kam von einer Freundin, mit der ich das Tierassoziationsspiel oft spiele.

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