4. November 2015

Was kommt nach dem Minimalismus?

Was passiert, wenn das Wohlfühlniveau im Besitz erreicht ist? Wenn man ziemlich gut darin geworden ist, giftigen Beziehungen, Gegenständen, Verpflichtungen und Gewohnheiten aus dem Weg zu gehen? Wenn der Fokus erfolgreich vom Konsum weggeschoben worden ist?

Dann kommt das, wofür du ausgemistet hast: Zeit und Platz - in Wohnung, Terminkalender, Kopf und Herz. Neue und alte Hobbies, Ideen, Gedanken, Perspektiven, Jobs, Gefühle, Aufgaben.
Dann geht das Leben weiter. Nur mit einem veränderten Fokus.

Minimalismus ist nicht das Ziel, sondern Mittel zum Zweck. Irgendwann ist er einfach kein so großes Thema mehr, auch wenn natürlich die Grundhaltung bleibt. Kann gut sein, dass ich daher irgendwann in den nächsten Wochen oder Monaten umziehe. Neuer Blogname, aber Materialfehlerthemen. Ja, mal schauen.

Was kommt für dich nach dem Minimalismus?

Kommentare:

  1. Ja, es handelt sich wohl eher um einen Weg. Und was kommt nach dem Minimalismus? Mehr Minimalismus? Oder aber vielleicht einfacherer Minimalismus.

    Vielmehr verselbstständigt der Prozess sich und wird zur Routine. Es gibt vielleicht weniger Details in denen man sich verliert, was aber nicht heißt, dass sich die verbleibenden Dinge nicht noch weiter vereinfachen lassen.

    Ich befinde mich gefühlt in einem Zwischenstadium. Dinge, Finanzen, Beziehungen habe ich im Griff. Auch weiß ich, wo und wer ich selbst bin und sein möchte, jedoch noch nicht genau, wie (deine angesprochenen Ideen, Gedanken und Perspektiven). Auf welchen Wegen oder bewusst in Kauf genommenen Umwegen.

    Viele Grüße,
    Marco

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    1. Ja, das Schöne an der Routine ist, dass man nicht mehr großartig darüber nachdenkt. Minimalismus geht irgendwann von alleine. Solange man sich immer im Hinterkopf behält, was der persönliche Grund für den Minimalismus ist, warum man das tut (Lebensträume verwirklichen oder auch einfach nur mehr Zeit und Platz zu haben für die Familie und Hobbies), läuft man auch nicht Gefahr, dass Minimalismus zum Selbstzweck wird. Aber es kann schon auch so eine Leere sein, das seh ich an anderen, wenn einem bewusst wird, dass man nun sein Minimalismusziel erreicht hat und der neue Platz und die neue Zeit mit Herzensdingen gefüllt werden will. Bei mir war das ein automatischer Prozess, bei manch anderen mehr von heut auf morgen.

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  2. Deine Frage trifft jeden Interessierten einmal. Was kommt danach. Meine Erfahrung: danach wirds einfach. Doch knapp davor, bevor es einfach und entspannt wurde, hat mich die Unruhe gepackt. Ich wollte gerne ausmisten, -sortieren, da müsste doch noch was gehen. (In einer 5köpfigen Familie ginge immer was). Und dann wurde ich ruhig. Konsumiere bedacht (nichts soll rein, nur damit es demnächst wieder raus fliegt) und ich kann meinen 4 Mitbewohnern mit 8, 19, 21 und 49 Jahren auch "Ihres" lassen. 3 von uns sind Bastler und Selbermacher, wir brauchen (unterschiedlichstes) Zeug :D. Ich bin froh, dass sich unser Chaos gelichtet hat, minimalistisch ist es nur für unsere Verhältnisse (und das reicht auch).
    glg Petra

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    1. Minimalismus ist ja eher diese Geisteshaltung des bewussten Konsums, bewussten Besitzes, bewusstem Umgang mit zeitlichen Ressourcen etc. Oder? Wenn Basteln nun mal jemandes Herzensding ist, dann braucht man dafür halt eben Zeug. Aber ich kenn diese Unruhe wenn man denkt, naja, aber eins geht noch, eins geht noch xD Ausmistsucht. Deswegen ja der Fokus auf die persönlichen Gründe.
      Ich habs ja leicht, ich wohn allein. Das ist echt spannend mit dem Familienthema. Ich sehs an meiner Mutter, sie ist geborene Minimalistin und mein Vater kauft ständig Zeug, verliert den Überblick und dann haben sie auch mal 5 Gemüseschäler daheim hahaha

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  3. Bei mir: Ein Kind.
    Und damit das Thema Minimalismus als Familie.
    Grundsätzlich kaufe ich aber manchmal noch mehr Süßes, als mir gut tut.
    LG Nanne

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