16. Dezember 2013

Reines Gewissen dank Öko-Pickerl?

Ein weiteres Posting zu materialfehlers Radiotipp "Shoppen ohne Ende", der aber leider schon nicht mehr online sein dürfte.

In der Produktwelt bewegt sich was: Immer mehr Siegel, Zertifizierungen und Pickerl wollen uns davon überzeugen, "grün" zu kaufen. So weisen sie bestimmte Artikel als "sauber" aus. Damit assoziieren wir saubere Umweltpolitik, faire Arbeitsbedingungen, glückliche Tiere, singende Kleinbauern, grüne Felder, klares Wasser, Schmetterlingswiesen. Also kaufen wir, und freuen uns unserer guten Tat.

Diese Aufkleber bedeuten einen kleinen Schritt in Richtung bessere Welt, allerdings viiiel winziger als uns suggeriert wird. Sie sind dazu da, um Konsum aufrechtzuerhalten. Denn noch viel viel besser, als eine Plastikflasche mit Bio-Gesichtswasser zu kaufen, wäre es natürlich, gar kein Gesichtswasser zu kaufen. Kein Anbau, keine Produktion in der Chemiefabrik, keine Verpackung, kein Transport. Sauberer geht's nicht.

Die Konsumenten sollen im Glauben gelassen werden, das reine Gewissen sei käuflich. Und so konsumiert man weiter, diesmal biokonform natürlich. Ja natürlich!

Hier mein vorheriges Posting zu dem Thema:
Beziehungspflege durch Konsum

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