9. November 2013

Kosmetik, minimalistisch: Erfolge und Misserfolge

Als Anregung für euch, selbst herumzuexperimentieren!

Erfolge

Multitasker - weniger Zeug, das herumsteht
  • Haarschampoo = Duschgel
  • Haarbalsam = Rasiergel
Inhaltsstoffminimalismus
  • Wollfett/Lanolin als Lippenpflege
  • nur noch mit Wasser duschen (außer Achseln) 
  • DIY Deocreme aus 3 Zutaten (Natron, Sheabutter, Mandelöl)
  • unbeduftete Produkte
Verzicht auf Produkte, Produktgruppen und Anwendungen - weil ich sowieso keine Lust drauf hab
  • kein Parfum
  • kein Makeup (kleine Ausnahme: gelegentlich Augenbrauenstift und getönten Lipbalm)
  • kein Nagellack
  • kein Deo (im Winter)
  • im Winter rasiere ich mir nur alle paar Wochen die Beine
  • meine Haut creme ich nur bei Bedarf ein und auch nur die betreffenden Stellen
  • ich dusche nicht täglich (und stinke trotzdem nicht)


Fails

Multitasker
  • 1 Creme für den ganzen Körper (Gesicht und Körper wollen leider Verschiedenes)
  • Haarschampoo = Gesichtswaschgel (zu stark fürs Gesicht) 
  • Deo = Zahnpasta (Wenn man Natron alleine als Deo nimmt, geht das tatsächlich, aber s.u.)
Inhaltsstoffminimalismus
  • Gesicht nur mit Wasser reinigen (trocknet meine sensible Haut aus)
  • Haare nur mit Wasser reinigen (dafür ist meine Kopfhaut zu fettig)
  • Lavaerde und Natron zum Haarewaschen (durchwachsene Ergebnisse, Patzerei)
  • Öl auf die feuchte Haut statt Creme (in meine Haut zieht nicht mal das leichteste Öl ein)
  • Natron alleine als Deo (gute Wirkung aber mit Fett vermischt ist die Handhabung angenehmer)
Verzicht auf Produkte, Produktgruppen und Anwendungen
  • ich mag meine Augenbrauen doch gezupft lieber und mit glatten Achseln brauche ich meistens kein Deo
  • komplett ohne Cremes geht es nicht, obwohl meine Haut meistens nichts braucht
  • ohne Conditioner oder etwas vergleichbares geht es bei meinen langen Haaren auf Dauer nicht
  • Gelegentlich verwende ich einen Augenbrauenstift und einen getönten Lipbalm, genau genommen bin ich daher nur zu 99% make-up-frei ;)

Mein zahlenmäßige Ergebnis ist übrigens:

2 Schampoos, 2 Haarspülungen, 1 Seife fürs Waschbecken, 1 Reinigungsfluid (Gesicht), 1 Körperbutter, 1 Gesichtscreme, 1 Deocreme, 2x Lippenbalsam (1x getönt), 1 Augenbrauenstift, 1 Zahnpasta.

Und vermutlich ginge noch weniger ;) 
(zB: 1 Dusch-Schampoo, 1 Creme, 1 Deo, 1 Zahnpasta.)

Kommentare:

  1. Wow, das sind wirklich wenig Produkte die du benötigst! Es geht doch nichts über ein aufgeräumtes Bad :)

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  2. Das ist wirklich wenig, wow!
    Ich brauch einfach mehr. Allein schon für das Gesicht mehrere Produkte wegen unreiner Haut. Wirkstoffcremes, milde Reinigung. Dann bin ich wirklich ein Schminkfan - liebe Lidschatten und Nagellack! *-* Darauf will ich ungern verzichten.

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    1. Wir gebrauchen das Wort "einfach" oft, um unser Gegenüber (aber auch uns selbst) über komplexe Tiefen hinwegzutäuschen. Entweder weil wir sie uns selbst nicht erklären können (tief verwurzelte gesellschaftliche Normen etwa, so wie die 3 Sekunden Blickkontaktregel (schon mal ausprobiert, in der Ubahn zB? Länger als 3 Sekunden und schon wirds unangenehm für beide Seiten) ) oder weil wir es nicht erklären wollen (Eltern: "Das ist einfach so.").
      Wenn ich deinen Satz "Ich brauch einfach mehr." lese, denk ich genau an das. Merke ich da latente Zweifel an deinen Bedürfnissen? Was sind wirklich Bedürfnisse, was sind Luxuszwänge? Bis wohin ist es noch Genuss und ab wo beginnt der Konsumzwang?
      Ich will dir aber keine Kosmetik ausreden, die tut, was sie soll: das Leben vereinfachen, tatsächliche Probleme lösen, kleine Genussstücke.
      Nur ein bisschen einen Nachdenkprozess lostreten/weiterspinnen lassen :) Du lässt ja offenbar jetzt auch ein bisschen Minimalismus in dein Leben.

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