2. Oktober 2013

Update: Meditation

Natürlich habe ich es nicht lange geschafft, täglich zu meditieren. ABER ich habe eine kleine Routine dafür gefunden, wenn ich müde und abgekämpft aus der Arbeit nach Hause komme, oder sonst irgend eine seelische Verstimmung sich breit macht.
Dann lege ich mich nämlich für 5 Minuten gemütlich hin, schließe die Augen und atme ein. Dabei stelle ich mir vor, schöne saubere warme angenehme Luft einzuatmen. Und Schäfchenwolken, Sonnenstrahlen, Freude, Ponys, Blümchen und pinken Glitzer, all das sauge ich dabei tief in mich hinein.
Beim Ausatmen stoße ich dafür alles Schlechte in mir ab: Grau-Braune Abgaswolken, Schmutzpartikel, Teer, all das verlässt in meiner Vorstellung meinen Körper. Das ist wohl das, was Raucher so toll entspannend finden!

Und ganz von alleine nimmt der imaginäre Verschmutzungsgrad der ausgestoßenen Luft ab. Da merke ich schon, dass ich mich fast wie neugeboren fühle. Wenn ich die Augen aufmache, fühle ich mich toll :)

Probiert es doch einmal aus!

9. September 2013

Eigene Tomaten einkochen

Weil meine Tomaten gerade üppig tragen, habe ich selbst Tomatensugo eingekocht.



Dazu die Tomaten (die bei mir die verschiedensten Farben haben) Aufschneiden, mit dem Daumen die Kerne herausdrücken, alles gesalzen im Topf aufkochen. Danach durch die "Flotte Lotte" drehen - die Schalen bleiben zurück.

Das Ganze sah zu diesem Zeitpunkt sehr nach Suppe aus. Jetzt Knoblauch, Karotten, Zucchini und Kürbis ganz fein gewürfelt dazu (zwischen 4 und 7 mm Kantenlänge). Wer es scharf mag, auch Chilli reinschneiden und kurz nochmal aufkochen.

Würzen - mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Basilikum getrocknet und etwas Oregano. Für die Optik kann man auch noch Paprikapulver einrühren. Kurz den Pürierstab reinhalten - ich wollte dass das Gemüse noch erkennbar ist und habe deshalb nicht alles kleingemacht, sondern wirklich nur ein paar Mal kurz aufs Knöpfchen gedrückt.

Heiß in (vorher ausgewaschene) Gläser einfüllen und diese fest verschraubt auf den Kopf stellen. Ich sammle für solche Zwecke das gesamte Jahr über die Gläser von Gurken & Co - aber nur so lange, bis die dafür vorgesehene Stellage wieder voll ist!

30. August 2013

Ein Film zur Fleisch-"Produktion"

Gestern bin ich auf diesen Link gestoßen. Er führt zu einem Teaser zum Film Samsara und zeigt Szenen aus dem Film Samsara, die sehr nachdenklich und traurig stimmen. Warum darf man so mit Tieren umgehen??



Ich nehme mir vor, meinen Fleischkonsum auf 1 Mal die Woche zu reduzieren. Daheim koche ich schon seit Langem zu 98% vegetarisch. Nur in der Mittagspause habe ich oft nur die Wahl zwischen ungesunder Kalorienbombe oder Fleischgericht. Wie ich da auskomme, weiß ich noch nicht so recht.

Ich möchte eine warme Mahlzeit, aber wenn ich mir selbst Essen in die Arbeit mitnehme, muss ich alleine essen. Außerdem bin ich nicht so organisiert dass ich immer etwas vorkochen kann. Oder es gibt Abends nur Reste. Oft schlafe ich bei meinem Freund.

Um bei der Stange zu bleiben, würde ich mir gerne kleine Bildchen für die Geldbörse ausdrucken, um mir die Wahrheit die nicht gezeigt wird vor Augen führen zu können. Dann dürfte es mir leichter fallen, dieses Ziel zu verfolgen!

29. August 2013

Leben im Hier und Jetzt

Der Dalai Lama wurde gefragt, was ihn am meisten überrascht; er sagte:

Der Mensch, denn er opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen.
Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt; das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart lebt; er lebt, als würde er nie sterben, und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.


Dieses Zitat hat mich sehr berührt. Wir streben stets nach mehr Geld, mehr Freizeit, einer besseren Figur. Dann, ja dann wenn Dieses und Jenes erreicht ist, dann können wir das Leben erst so richtig genießen. So vergehen Jahr um Jahr.



Eine Person, die mir sehr am Herzen liegt, hat ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt, indem sie immer mehr und mehr schaffen wollte. Der Tag wurde möglichst voll gepackt, um schnell alles zu erledigen. Denn wenn das erst alles geschafft ist, kann man sich ausruhen und die Freizeit genießen. Nur leider hört die Arbeit nie auf, insbesondere wenn man neben dem Beruf noch ein Haus samt großem Grundstück zu bewirtschaften hat. Der Körper knallte die Quittung erbarmungslos auf den Tisch, zwei Mal. Es war lebensbedrohlich.

Dann wurde viel Zeit und Geld darauf verwendet, die Gesundheit wiederzuerlangen - Gott sei Dank, da darf man auch wirklich nicht geizig sein. Es hat geklappt.

Nun hoffe ich sehr, dass diese Person es schafft, sich nicht mehr von der Arbeit ersticken zu lassen. Fleiß ist eine Tugend, allerdings muss man sich Zeit nehmen, das Leben zu leben. Und dieses soll nicht nur aus Arbeit, Gedanken an To-Do-Listen und Ach-Wenn-Dochs bestehen!!

Behaltet euch jeden Tag Platz dafür, die Schönheit in genau diesem Tag zu sehen und wahrzunehmen. Haltet euch an die kleinen Dinge und lasst sie euch Freude machen!

21. August 2013

Blog-Empfehlung: zenhabits

Eine meiner Lieblings-Blog-Seiten ist zenhabits.net, wo es darum geht, Zufriedenheit und Sinn im eigenen Tun zu finden. Die Beiträge laden ein, seine Gewohnheiten zu überdenken und zum Besseren zu verändern.



Nebenbei genieße ich die minimalistische Gestaltung der Seite - dies ist das einzige Blog im Netz, bei dem es mich gar nicht stört, dass keinerlei Bilder vorhanden sind - auch hier kann ich es fast nicht ertragen :) Deshalb gibt's ein paar Mohnblumen, das Auge isst ja schließlich mit!

Der Autor erzählt, wie er selbst sein Leben zu seiner Zufriedenheit gewandelt hat, und vermittelt Strategien, wie auch der Leser seine Gewohnheiten ändern kann. Kernthemen sind Ernährung, Laufsport, reduzierter Konsum und innerer Frieden. Alles Gedanken, die mich selbst beschäftigen, und über die ich zukünftig mehr schreiben möchte.

Seit zwei Tagen versuche ich, eine kurze Meditation in meinem Tag unterzubringen. Gute Vorsätze fassen fällt mir sehr leicht, aber dabei zu bleiben scheint unendlich schwierig.

8. Mai 2013

Ausmistaktion vom letzten Herbst

Über die Jahre hat sich bei mir ein Haufen Zeugs angesammelt, das ich teilweise aus Konsumlust gekauft habe, teilweise aber einfach nicht mehr brauche. Das alles wurde in einem ungenutzten Zimmer abgestellt.


Mehrere Versuche, Ordnung in die Sache zu bringen, scheiterten. Erst als mir meine liebe Co-Autorin materialfehler zu Hilfe eilte, platzte der Knoten. Es kann sehr hilfreich sein, eine unabhängige Freundin mit kritischem Blick dabei zu haben! :)




Viele Dinge konnte ich über ebay, willhaben.at und bei einem Flohmarktbesuch an neue Besitzer abgeben. Das brauche ich für meinen Seelenfrieden, ich möchte nämlich nichts wegwerfen, was grundsätzlich noch verwendbar wäre. Und es gibt noch mehr, was ich eigentlich loswerden möchte. Viele Sachen warten aber noch auf den nächsten Flohmarktbesuch. Hach, es wäre schon einfacher den Rest wegzuschmeißen!


(Ein paar Dinge behält man dann doch. Die Klangschale zum Beispiel hab ich mir wieder aus der Schachtel gefischt :) )

Durch Ausmisten wird der vorhandene Platz besser ausgenützt, es ist schneller aufgeräumt, man muss nicht so viel abstauben, und schlechtes Gewissen braucht man auch keines zu haben, wenn Dieses und Jenes herumliegt und nicht zum Einsatz kommt.

7. Mai 2013

Upcycling im Garten

Momentan bin ich bei jedem annehmbaren Wetter in meinem Garten. Buddeln killt Winterspeck und tut der Seele gut!

Es grassiert in Bloggerkreisen zur Zeit das beliebte Thema Upcycling, an das ich denken musste, als ich ein paar ausrangierte Pflanzen adoptierte:

Unlängst haben die alten Thujen einer Freundin in meinem Garten ein neues Zuhause gefunden und bilden den Anfang einer lang ersehnten Sichtschutz-Hecke.

Ebenfalls ein Neuzugang: Schnittabfall aus Nachbar's Garten, eine Hortensie, die sich erst neu verwurzeln muss (deshalb das etwas angeschlagene Aussehen).

Den Kompost im Haufen hält künftig dieser aufgeschnittene Rindenmulchsack (ich vermute mal, Rindenmulch in Säcken ist nicht gerade umweltfreundlich *zerknirscht dreinschau*; immerhin hab ich versucht das Beste draus zu machen!)

Neben dem Kompost seht ihr einen Eimer, in dem landeten die Engerlinge aus der frischen Komposterde. Diese wurden mit Hochgenuss von den Hühnern eines Freundes verspeist und somit ebenfalls sinnvoll geupcycelt ;)

6. Mai 2013

Wasser ist zum Waschen da

Allen Kosmetikwerbungen zum Trotz, wasche ich mich meist nur mit Wasser. Üblicherweise springe ich morgens in die Dusche, mach mich nass und rubbel die verdächtigen Stellen (Gesicht, Hals, Achseln, unter der Brust, Bauchnabel und Ihr-Wisst-Schon-Wo) mit der Hand ab - fertig.

Alternativ könnte ich die Körperteile, die tägliche Waschung verlangen, auch mit einem Lappen am Waschbecken reinigen, ist in meinen Augen aber im Prinzip mehr Aufwand.

Ich stinke nicht, und habe auch keine Schmutzränder am Körper. Beim Haare Waschen oder Beine rasieren kommt ja doch regelmäßig Seife an den Körper, oder wenn ich sehr geschwitzt oder etwa im Staub gearbeitet habe.

Deo hab ich mir übrigens auch abgewöhnt, es dauert wenige Tage bis die Hautbalance wieder hergestellt ist. Bei täglicher Wasserreinigung, sowie zeitnahem Duschen nach Schwitze-Sessions hat der Schweiß keine Gelegenheit sich zu zersetzen!

7. Dezember 2012

Buchweizenbrei - ein bisschen Russland zum Frühstück

Trotz heftigster Liebe zum Haferbrei: Es müssen nicht immer Haferflocken sein!
Man kann sich eigentlich quer durch alle Getreideflocken und -körner, Pflanzen- und Tiermilchsorten kosten und unglaublich viele Toppings von Obst über Nüsse hin zu Lunalescas Idee mit der geraspelten Karotte probieren.
Langweilig kann einem da kaum werden!

Heute möchte ich meinen all time fave vorstellen: Buchweizenbrei!

So sieht Buchweizen aus: wie kleine Bucheckern
Analog zu Milchreis nehme ich ganzen Buchweizen (4-5El für 1 Portion), den ich vorher im trockenen Topf etwas anröste, bis er duftet. Ich gieße ihn dann mit Mandelmilch auf (etwas mit Wasser gestreckt) und koche ihn ca. 15min lang zu Brei.
Wer in der Früh weniger Zeit hat, kann auch am Vorabend schon anrösten und mit Flüssigkeit aufgießen, dann kann der Buchweizen schon gemütlich über Nacht vorquellen.
Statt Mandelmilch kann man eigentlich jede Milch nehmen, allerdings kann Reismilch die Optik stören (sie trennt sich komischerweise bei Buchweizen, der fertige Brei schmeckt aber trotzdem sehr gut).


Wer mit der russischen Küche vertraut ist, dem kommt das wohl irgendwie bekannt vor. Die Russen essen gerne Kasha, ein meist deftiger Buchweizenbrei aus ganzen Körnern, der als Beilage und Hauptspeise dient (wie Nudeln oder Reis).

Heute mit Birne, Sonnenblumenkernen und etwas Ahornsirup

Übrigens ist Buchweizen glutenfrei, weil es kein "echtes" Getreide ist und soll neben vielen guten Inhaltsstoffen auch gut für die Venen sein.

Mahlzeit!

1. Dezember 2012

Die Geschichte meiner Mikrowelle

Ich hab nie großartig über Mikrowellen nachgedacht. 
Bis ich 15 war hatte meine Familie keine. Milch wurde am Herd aufgewärmt, Essen im Backrohr aufgetaut. Dann hat mein Vater eine Mikrowelle gekauft, die zuerst von allen kritisch beäugt wurde, aber ziemlich bald nach dem Kauf wurden Kakao, Gefrorenes und sogar Teewasser nur noch in die Mikro gestellt. Als ich drei Jahre später in meine Studentenwohnung zog, wurde natürlich eine Mikrowelle gespendet - ob ich sie tatsächlich brauche, darüber hab ich gar nie nachgedacht. Es hat ja einfach jeder eine Mikrowelle zuhause.5 Jahre lang hat sie mir Milch und Teewasser gewärmt und mein Chili aufgetaut. 
Bis mir eingefallen ist, dass das alles doch mein Herd auch kann!

Also hab ich meine Mikrowelle probeweise verräumt und ausprobiert, ob ich auch ohne sie auskomme. Da ich in einer alten Wohnung wohne, waren Dinge wie Milchkännchen (aus hellblauem Emaille, original 60er) und Wasserkessel sogar schon vorhanden - wobei es in beiden Fällen ein schlichter Kochtopf genauso, bzw. beim Wasser ein Wasserkocher energiesparender tut. Mein portionsweise eingefrorenes Chili taue ich zuerst über Nacht im Kühlschrank, dann tagsüber heraußen und schließlich im Kochtopf auf. Die inkludierte Grillfunktion hatte sich ja als nutzlos herausgestellt - so selten wie ich mir Toasts mache, tut es mein Backrohr auch und Popcorn mache ich im Kochtopf, wo es mir auch viel besser gelingt.


Meine Mikrowelle steht seit 8 Monaten dort oben. Würde sie nicht zur Wohnung gehören, hätte ich sie längst verkauft.

Mir persönlich waren nicht nur der gewonnene Platz auf der Anrichte und das in Zukunft gesparte Geld wichtig, sondern auch der Hintergrund der Herstellung. 
Meine Mikrowelle besteht hauptsächlich aus Blech und Plastik, Elektronik und dem Drehteller aus Glas. Für sie musste Bauxit abgebaut und mit viel Energie aus Erdöl oder Kohle zu Aluminium verarbeitet werden. Für das Bauxit wurde wahrscheinlich Regenwald gerodet und Einheimische/Ureinwohner zwangsumgesiedelt. Das Plastik wurde aus Erdöl hergestellt, die Elektronik braucht Seltene Erden, wegen denen in den Abbaugebieten Bürgerkriege geführt werden. Weitere Schlagworte: fehlende Sozialversicherungen, hoher Energie- und, Wasserverbrauch, fehlende Sicherheitsbestimmungen. Und was passiert, wenn die Mikrowelle nach ein paar wenigen Jahren aufhört, zu funktionieren?

Die Mikrowelle war bei uns in ihrer Durchsetzungskraft eine ziemliche Erfolgsgeschichte, obwohl wir davor gar nicht wussten, dass wir sie brauchen. Weniger erfolgreiche Geschichten in meiner Familie waren etwa die von Sodastream (keiner bei uns mag Kohlensäure), dem Teekocher (Teewasserkochen und Teeziehen in einem! Nur: wer mag schon 10min gezogenen Grünen Tee?), oder der Popcornmaschine (good old 90ies: das Popcorn schmeckte nach Schmieröl und wir kehrten zum großen Kochtopf zurück).

Vor allem seit dieser Erkenntnis überlege ich noch schärfer als bisher, ob ich bestimmte Dinge wirklich brauche und mach mir ein kreatives Spiel daraus, bei Gegenständen aus meinem Besitz auszutesten, ob ich sie vermissen würde und welcher Gegenstand die meisten Funktionen besitzt (und damit auch andere ersetzen kann).
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